Credit Suisse – weiterhin rote Zahlen! – Investoren ziehen Ihr Geld ab!

Die Credit Suisse ist in Schwierigkeiten. Die Großbank rechnet im vierten Quartal mit einem weiteren Verlust von bis zu 1,5 Milliarden Franken. Die Credit Suisse leidet unter schwierigen Marktbedingungen und muss starke Geldabflüsse, vor allem im Vermögensverwaltungsgeschäft, hinnehmen. Die Credit Suisse ist mitten in einem radikalen Umbau und es ist noch unklar, wie erfolgreich dieser sein wird. In diesem Blog-Artikel werden wir die Situation der Credit Suisse analysieren und versuchen, eine Prognose für die Zukunft der Bank zu treffen.

Die Schweizer Großbank UBS hat im vierten Quartal unter dem Strich einen Nettoverlust von 1,8 Milliarden Franken (rund 1,65 Mrd Euro) verbucht. Zuvor hatte die UBS bereits einen milliardenschweren Abschreibungsbedarf auf ihr US-Hypothekenportfolio bekanntgegeben. Im vergangenen Jahr musste die UBS wegen des US-Hypothekenkreditskandals rund 2,3 Mrd Dollar Strafe zahlen.

Betroffen von den schwierigen Marktbedingungen sei vor allem die Investmentbank, aber auch die Vermögensverwaltung und das Schweizer Geschäft bekämen die schwachen Kundenaktivitäten zu spüren. Einschließlich des geschätzten Q4-Verlusts könnte damit für 2022 ein Verlust vor Steuern in Höhe von rund 3,4 Milliarden Franken resultieren. Die Credit Suisse hatte bereits das Gesamtjahr 2021 mit einem Vorsteuerverlust von 522 Millionen abgeschlossen.

Für die ersten Wochen des Oktober 2022 wurden bereits hohe Kapitalabflüsse vermeldet. Gruppenweit hätten sich diese Abflüsse nun bis zum 11. November auf rund 6 Prozent der verwalteten Vermögen belaufen. In der Vermögensverwaltung hätten die Abflüsse vom Oktober zwar reduziert werden können, sie hätten aber noch nicht gedreht. Derzeit lägen die verwalteten Vermögen rund 10 Prozent unter dem Niveau vom Ende des 3 Quartals. In der Bank habe sich die Situation derweil stabilisiert, die Kundenvermögen lägen noch 1 Prozent tiefer.

Die Credit Suisse Group dürfte im vierten Quartal einen weiteren hohen Millionenverlust schreiben. Im dritten Quartal hatte die zweitgrößte Schweizer Bank bereits einen solchen in Höhe von 2,3 Milliarden Franken verzeichnet. Hauptgrund für die roten Zahlen sind Abschreibungen von rund 3,5 Milliarden Franken auf die US-Kreditkartensparte und einige andere Geschäftsfelder. Zudem lasten hohe Kosten für den geplanten Abbau von rund 6000 Stellen auf den Quartalszahlen.

Trotz der Abflüsse seien die vorgeschriebenen Liquiditätskennzahlen auf Gruppenebene jederzeit eingehalten worden, betont die Credit Suisse. So betrug die durchschnittliche “Liquidity Coverage Ratio” im laufenden Quartal bisher 140 Prozent. Die Finanzgruppe bekräftigt zudem ihre Ziele für die Kapitalquote. So wolle sie weiterhin bis 2025 eine Kernkapitalquote (CET1 vor Basel III-Reformen) von über 3,5 Prozent erreichen, wobei sie diese von 2023 bis 2025 mindestens bei 13 Prozent halten wolle.

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