Details

Vorname

Mirjam

Familiennname

Santos Elwin

Benutzername

elsan

Biografie

Biografie

Mein Name ist Mirjam Santos und wie viele unter uns träumte ich schon immer davon eine erfolgreiche Traderin an der Börse zu werden mit dem Ziel mich damit  irgendwann finanziell unabhängig zu machen. Ich probierte es erstmalig als Studentin gleich mit einem Optionsinvestment, da ich ja kein großes Kapital zur Verfügung hatte. Unsere kleine Studentengruppe wettete damals auf einen EU-Beitritt Österreichs und wir kauften ATX Optionen vor dem Wahlwochenende. Am Montag nach der positiven EU Abstimmung erfreuten wir uns am vierfachen Gewinn des eingesetzten Kapitals. Das war der Trigger für mich.

Ich probierte später, ein Jahr lang, selbstständig zu Hause Optionstrading. Ich muss zugeben, ohne große technische Analyse, keine Möglichkeit Stopporders zu geben, alles in allem ein mutiger, riskanter Versuch, der mir hinterher betrachtet erstaunlicherweise keinen großen Verlust,  aber auch keinen Gewinn erbracht hatte. Nach einem Jahr Trading kapitulierte ich und bewarb mich bei einer kleinen Privatbank im Handel, um wirklich das Handwerk des Traden zu erlernen, so dachte ich. Ich hatte Glück, die Bank war dabei ein Treasury aufzubauen und ich bewarb mich für den Devisenhandel. Nach den ersten zwei Jahren bekam ich die Chance ein paar Trades für das Bankbuch nebenbei zu machen und so nahm das Traden seinen Lauf.

Was das Know How angeht, “Learning by doing” war meine Devise. John Murphy`s Bibel zur Technischen Analyse wurde mein Gebetsbuch. Nach 14 Jahren Tradingerfahrung kann ich eines behaupten: “Der Chart hat immer Recht”. Klar habe ich es auch mit Handelssystemen probiert und selbst daran gebastelt. Wer will schon den ganzen Tag am Computer sitzen und Charts analysieren?  Das Problem dabei ist, es funktioniert immer nur eine gewisse Zeit lang. Wenn sich der Markt ändert, muss man das Computersystem auch ändern. Deshalb bleibe ich bei meinem “diskretionären” Ansatz. Was die Frage aufwirft, wie sehr ist Technische Analyse überhaupt diskretionär? Früher bin ich immer davon ausgegangen, klar wenn die ganze Welt auf die gleichen Indikatoren schaut und die gleichen Entscheidungen trifft, funktioniert es wie ein “self-fulfilling” System. Da mittlerweile das “Traden an den Märkten” für jedermann zugänglich ist, der Internet hat, die Volatilität stark gestiegen ist, wird das Traden mit den zahlreichen “Möchte-gern-Profis” an den Märkten immer schwieriger. Es braucht wirklich eine Handvoll gute Indikatoren und Strategien, sonst ist man verloren.

Ich war immer ein Trendfollower, was die Sache heutzutage auch nicht leichter macht, da die Rückschläge innerhalb eines Trends immer größer werden und man sich jedes Mal fragt, ist das gerade eine Korrektur oder schon ein Trendwechsel? Ich verwende die Moving Average Crossover Strategie gemixt mit dem MACD Momentumindikator, da bekanntlicherweise die MAVs etwas langsamer sind und die Kauf/ Verkaufssignale des MACD eindeutiger zu erkennen sind. Auch Breakout Strategien sind heutzutage sehr hilfreich, doch genau in der ersten Jahreshälfte 2020 haben sie nicht funktioniert. Widerstände und Unterstützungen werden immer wichtiger. Fibonacci Linien sind bei Trends die keinen Widerstand mehr sehen ein MUSS. Da die Volatilität in Zeiten wie diesen enorm hoch ist, habe ich mich privat auch auf Intraday-Trading spezialisiert. Mir ist lieber, ich habe 25 Punkte sicher in der Hand als 80 Punkte irgendwo am Dach, wie mein Vater schon immer zu sagen pflegte. Damit das gesamte Tradingsystem überhaupt funktioniert sind die Stopps extrem wichtig. Ich verwende sehr enge Stopps, da mein Ansatz ist, entweder habe ich den richtigen Moment und meine Strategie funktioniert gleich oder der Einstiegsmoment ist falsch bzw. die Strategie und der Trade funktioniert JETZT NICHT.  Also wozu zu viele Punkte in den Stopps liegen lassen.