Währungsausblick / EURUSD Quartal 4

Wie sieht es mit EUR/USD im Q4 aus?

Der US-Arbeitsmarktbericht letzten Freitag enttäuschte mit nur knapp 200.000 neugeschaffenen Jobs. Sei es dass die Erwartungen zu hoch waren, sei es, dass zwar genügend freie Stellen am Markt sind aber die Amerikaner nach der Pandemie nicht gewillt sind, in ihre alten Jobs zurückzukehren.

Gleichzeitig kommt die EZB auch immer mehr unter Druck, die Inflation ist im September im Jahresvergleich auf 3,4% (13 Jahreshoch!), die Kerninflation um 1,9% gestiegen. Gründe sind neben Basiseffekten die hohen Energiepreise, wobei diese noch einige Zeit hoch bleiben könnten. Derzeit hält die EZB unbeeindruckt weiter an ihrer Nullzinspolitik fort.

Szenario

Eine FED, die derzeit noch gewillt ist, trotz schwächeren Arbeitsmarktes mit dem Tapering (Reduzierung der monatlichen Anleihenkäufe) im Dezember zu beginnen und eine untätige nicht aktive EZB sprechen eher für eine US-Dollar Stärke bis Jahresende.

Das positive Aufwärts-Momentum des US Dollarindex hat sich verbessert, der heiße Widerstand liegt bei 94,75 (September-High 2020), dies würde ungefähr einem EURUSD Kurs von 1,15 entsprechen. 

Für Spekulanten: Ein USD-Index Ausbruch nach oben über die 95 könnte den EURUSD Kurs in Richtung 1,1290 (61,8% Fibo) bewegen. Bei einem Abprallen wäre eine Konsolidierung kurzfristig auf 1,1750 möglich.

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